Die Vereinsgeschichte im Überblick

1920

Die ersten Anfänge des Vereins gehen zurück in das Jahr 1920. Im April dieses Jahres wurden aufgrund der Initiative des Sportkameraden Fritz Jasper das Fußballspiel in Westorf eingeführt. Es fanden sich fußballbegeisterte Sportler zusammen und gründeten den Verein SV GERMANIA WESTORF.
Zu den Gründern zählten in erster Linie die Sportkameraden Fritz Jasper, Hermann Hecker, Heinrich Hecker, Fritz Süllwold und Henrich Jasper, die zum Teil von ihren Vätern im starken Maße unterstützt wurden. Als erster Vorsitzender wurde Hermann Plöger, als Geschäftsführer Heinrich Hecker gewählt. Einzelne müssen jedoch besonders erwähnt werden, die durch ihr Wirken dem Vereinsleben entscheidende Impulse verliehen haben. Hierzu gehören Fritz Jasper, Hermann Hecker sen., Hermann Hecker jun. und andere.

Der Spielbetrieb konnte zunächst nur mit einer Mannschaft aufgenommen werden. Es wurden am Anfang nur sogenannte "Freundschaftsspiele" ausgetragen. Spielerpässe waren noch nicht vorhanden. Die ersten Spiele gingen, wie war es auch anders zu erwarten, verloren.
Das erste Spiel wurde in Langenholzhausen ausgetragen der SV unterlag mit 0:7 der stärkeren Mannschaft.
Hier die Mannschaft der "ersten Stunden".

Obere Reihe: Betreuer Bökemeier, Koring, Fritz Jasper, Gustav Hecker, Cucinsky, Güse, Lehmann, Willi Göke, Betreuer Heinrich Plöger.
Untere Reihe: Simon Begemann, Hermann Hecker, Fritz Strate, Fritz Deppe, Heinrich Hecker.

Bild im August 1926

Kader: Fritz Jasper, Hermann Wüstenbecker, Hermann Hecker, Gustav Hecker, Simon Begemann, Fritz Süllwold, Fritz Deppe, Henrich Hecker, Fritz Hecker, Willi Plöger, Willi Göke, Heinrich Jasper, Fritz Strate, Rudolf Fasse, u.a.

Da man über einen eigenen Sportplatz noch nicht verfügte, wurden Trainingsspiele in "Borcherts Wiese heute Holtkämper (Wiese hinter der Bushaltestelle)" ausgetragen. Nach geraumer Zeit war es durch Verhandlungen mit dem Gutsbesitzer Schemmel gelungen, ein Gelände für einen Sportplatz, allerdings nur Pachtweise, zu erhalten. Unterhalb des Bonstapels auf der sogenannten "Schafheide" bekamen die Germanen ihren ersten Sportplatz. Wenn das Gelände auch etwas schief war und somit nicht den Idealvorstellung eines Fußballplatzes entsprach, so wurde auf dem "Alten Teufel" doch so mache heiße Fußballschlacht geschlagen. Die Germanen waren froh über einen eigenen Sportplatz zu verfügen. Nachteilig war allerdings die Entfernung, die über eine halbe Stunde Fußmarsch von Westorf bedeutete. So musste nach wie vor im Dorf trainiert werden. Bei jedem Spiel wurden die Tore auf und abgebaut und bei dem unweit vom Sportplatz wohnendem Sportkameraden Fritz Deppe untergebracht werden.
Diese Vorsichtsmaßnahme hatte man ergriffen, um nicht Gefahr zu laufen, eines Tages ohne Tore dazustehen.

Bild: Lagekarte der Sportplätze in Westorf

 

1926

In diesem Jahre wurde ein großes Sportfest mit dem Schlagerspiel Bad Salzuflen - Silixen durchgeführt. Etwa 1200 zahlende Gäste warteten voller Spannung auf die vorher groß angekündigte Fliegerlandung. Als nun das Flugzeug erschien und der Pilot durch Abwurf eines Kranzes mit Schleife den Zuschauern wissen ließ, dass eine Landung wegen zu starken Seitenwindes nicht möglich sei, war die Enttäuschung sehr groß. Dem Vernehmen nach soll der Vereinskassierer den Sportplatz fluchtartig in Richtung Westorf verlassen haben, um die gut gefüllte Kasse in Sicherheit zu bringen. Vom Flugzeug wurde auch ein Fußball abgeworfen, mit dem der Anstoß durchgeführt werden sollte. Der Ball landete im tiefen Tannenwald unweit von "Klein-Amerika".

Bild: 09.05.1926 Sportplatzweihung "Alter Teufel"

Nachdem man auf die zentral gelegene Übungsstätte "Borcherts Wiesen" nicht mehr zurückgreifen konnte, wurde das Training auf die Dorfstraße zwischen Fassemeier und Hecker verlegt. Hier blieb es nicht aus, dass öfters der Ball in eine Fensterscheibe landete. Ein unrühmliches Ende fand ein Fußball, als er sich auf einer Deele verirrte und der verärgerte Hauseigentümer den Ball nahm und ihn auf einem Hauklotz in Stücke schlug.
In den 20er Jahren war das Hauptverkehrsmittel das Fahrrad. Sämtliche Fahrten zu den Auswärtsspielen, ganz gleich, ob diese in Silixen, Winterberg, Goldbeck oder noch weiter auszutragen waren, wurden mit dem Stahlross durchgeführt. An diesem Beispiel ist der Idealismus zu erkennen, der damals die Fußballer beseelte, Erst viel später leistete man sich den Luxus einer Fahrt mit "Arnigs Auto" zu den Fußballspielen. Wenn anfangs nur eine Seniorenmannschaft auf die Beine gestellt werden konnte, so wurde nach und nach eine 2. Seniorenmannschaft und eine Jugendmannschaft aufgebaut.

1928

Konnte die 1. Mannschaft die nordlippische Meisterschaft in der A-Klasse erringen. Im entscheidenden Spiel wurde der SV Bavenhausen mit 1:0 bezwungen.Torschüze: Cucinsky.
Hier der Kader der erfolgreichen Mannschaft:
Spielerkader I. Mannschaft: H. Strate, Hermann Hecker, Deppe, Fritz Jasper, Fritz Süllwold, Simon Begemann, Hermann Plöger, Lehmann, Gustav Hecker, Wilhelm Adrian sen., Junghärtchen, Cucinsky.

1930

In den Jahren vor den 2. Weltkrieg wurde die Leichtathletik im Verein, der erste Leichtathlet in Westorf war Sportkamerad Heinrich Jasper, groß geschrieben. Hier sind insbesondere Fritz Jasper (Foto: 6,24 m), Fritz Süllwold, Willi Plettemeier, Gustav Hecker, Walter Hecker, und Wilhelm Sundermann (als Langstreckler Nurmi genannt) zu nennen, die in dieser Zeit eine führende Rolle in Nordlippe eingenommen haben. Auf den Sportfesten wurde bei leichtathletischen Wettkämpfen mancher Sieg errungen.


1933
Der Wunsch des Vereines, über einen Sportplatz in der Nähe des Dorfes zu verfügen, ging Mitte der 30er Jahre in Erfüllung. Im Sommer des Jahres 1933 wurde mit dem Bau des "Heidestadions" begonnen. In harter Handarbeit wurde innerhalb eines Jahres im Zuge von Notstandsarbeiten die Sportplatzanlage von rund 80 Arbeitern erstellt. Um den Bau dieses Sportplatzes hat sich damals Fritz Jasper, der übrigens viele Jahre mit großem Idealismus den Verein leitete, große Verdienste erworben. Er hat mit seinem Motorrad so machen Weg zwischen Westorf und seinen Verhandlungspartnern zurückgelegt und keine Mühe gescheut, um das geplante Werk zu vollenden.
Mancher, der seinerzeit am Sportplatzbau beteiligt war, wird sich noch heute an diese schwere Arbeit erinnern, die oftmals in glühender Sonne und in hartem Gestein verrichtet werden musste. Etwa 20000 Tagewerke waren für die Erstellung des Sportplatzes erforderlich. Vorsitzender Fritz Jasper verkaufte im Auftrag des Vereins die bei den Bauarbeiten gewonnenen Steine, um die notwendigen Gelder für die geliehenen Arbeitsgeräte (Loren, Schienen usw.) zu beschaffen. In diesem Zusammenhang soll der damalige Bürgermeister August Weege nicht vergessen werden, der sich gegen starke Wiederstände im Dorfausschuß intensiv für den Neubau des Sportplatzes eingesetzt hat.
1934
Das "Heidestadion" konnte im Sommer des Jahre 1934 mit dem Schlagerspiel Arminia Bielefeld - Luftwaffensportverein Detmold eingeweiht werden. In den folgenden Jahren sind im "Heidestadion" viele Fußballschlachten geschlagen worden. Wer erinnert sich nicht an die schönen und zugkräftigen Sportfeste, die insbesondere nach dem 2. Weltkrieg in der Zeit der Heideblühte stattfanden und die so manchen Fußballanhänger bewogen haben, das herrliche gelegene Sportplatzgelände zu besuchen.
1935

Errangen die Westorfer Leichtathleten in der Westfälischen Mannschaftsmeisterschaften den 3. Platz. Fritz Süllwold, dessen Stärke in der Mittelstrecke lag, wurde einige Male repräsentativ in der Lippe Mannschaft eingesetzt.

Besonders erwähntwerden muß das Spiel in Hohenhausen unterhalb Rodenberges in dem R. Fasse verletzt und mit einem Handwagen abtransportiert werden musste.

1937

In diesem Jahr errang die 1. Mannschaft des Vereins den Meistertitel in der B-Klasse des Kreises Lemgo. Im Ausscheidungsspiel, das in Matorf ausgetragen wurde, gewannen sie mit 3:2 Toren gegen den Verein Hasenbrede in folgender Aufstellung:
Johanning, Herzog, Junghärtchen, F. Süllwold, F. Jasper, Leyk, A. Adrian, W. Adrian, Begemann, Plettemeier, Erich Hecker, Sundermann.

Das Endspiel um die Lippische Meisterschaft gegen den Meister der B-Klasse Kreis Detmold ist nicht mehr zum Tragen gekommen. Durch den Kriegsausbruch im Jahre 1939 kam auch der Fußballsport in Westorf fast völlig zum Erliegen.

1939
Durch den Kriegsausbruch kommt wie überall, auch in Westorf der Sport zum Erliegen, die Vereine werden aufgelöst. Die im wehrfähigen Alter stehenden Sportkameraden wurden zu den Fahnen gerufen; von ihnen sind viele nicht zurückgekommen.
1945
Nach Beendigung des 2. Weltkrieges erhielt der Fußballsport wieder neuen Auftrieb. Ein Spielbetrieb war vorerst allerdings nur mit Talle möglich, noch nicht alle in Gefangenschaft geratenen Spieler schon wieder zu Hause waren. So wurde eine Spielgemeinschaft Talle- Westorf gegründet.
Auch die Jugend fand allmälig wieder zum Fußball. In der Freizeit wurde viel in Bauer Diekmanns Obstwiese oder in der Weide von Landwirt Adrian trainiert. Die ersten Bälle waren damals Tennisbälle, oder eine Lederhülle die mit Heu gefüllt wurde. So mancher Holzschuh ging dabei entzwei, da noch keine Fußballschuhe vorhanden waren. Bei dem ersten Spiel der Schüler Talle - Westorf (10:0), wurde ein Ball geliehen, der nach dem Spiel wieder abgegeben werden musste. Die Brüder Adrian wechselten nach diesem Spiel zu den Germanen nach Westorf, da der Vater schon vor dem Weltkrieg für Westorf gespielt hatte. Das zweite Spiel Talle -Westorf (0:12) konnten dann die Westorfer für sich entscheiden.
1946
Wurde der Gemeinschaftssportverein Talle-Westorf aufgelöst und der Sportverein Germania Westorf wiedergegründet. Gleich im ersten Spiel gegen SV Bavenhausen konnte die erste Mannschaft im "Heidestadion" einen 3:2 Erfolg erringen. Die Jugendmannschaft verlor ihr erstes Spiel in Hohenhausen, trotz 1:0 Führung durch Martin Holtkämper, mit 1:10.
Das erste Nachkriegssportfest fand am 18.08.1946 statt. Es waren damals aufregende Zeiten. Große Schwierigkeiten entstanden bei der Beschaffung von Material, das für die Instandsetzung des Sporthauses dringend benötigt wurde. Es musste oft "gekungelt" werden, um mal einen neuen Ball oder Trikots oder Stutzen zu bekommen. In Erinnerung sind noch die "schönen" Fahrten mit Spiegels "Holzkocher"-LKW, die Sonntags nur mit Genehmigung der Militärregierung erfolgen durften. So ungünstig die äußeren Verhältnisse auch warn, die Aktivität des Vereins, die Begeisterung und Einsatzfreudigkeit jedes einzelnen Vereinsmitgliedes waren in dieser Zeit vorbildlich.
Unter der zielbewußten Führung des sehr rührigen und vor allem ideenreichen Herman Fink, der aus beruflichen Gründen leider nur bis 1949 sein Amt ausüben konnte, ging es im Verein langsam wieder aufwärts.

Bild: Heidestadion 1946

1947

In die Abteilungen zog neues Leben ein; selbst eine Frauenhandballmannschaft konnte aufgestellt werden. Sie errang sogar die Nordlippische Meisterschaft.

Bild: Damenfeldhandball 1947

In dieser Mannschaft spielten:
Hannelore Weege, Marie-Luise Weege, Lina Diekmann, Hanna Edler, Erika Strate, Wilma Meierkord, Irene Hecker, Paula Weege, Anna Wintermeier, Renate Kühn, Waltraud Hecker, Wilma Diekmann, Meta Breer, Lore Plöger.
Der Spielbetrieb musste später wegen mangelnder Beteiligung eingestellt werden.

Eine der ersten Fußballmannschaften nach der Neugründung des Vereins

Obere Reihe: H. Süllwold, I. Vorsitzender H. Fink, H. Meierkord, W. Sundermann, Rudi Friedrichs, W. Wilhelmsmeier, A. Diekmann, Wilhelm Kühn, H. Haake
Untere Reihe: W. Meierkord, H. Küppers, Fritz Kühn

1950
Wurde das 30jährige Vereinsjubiläum mit einem großen Festprogramm gefeiert. Sportkamerad Werner Diekmann räumte seine Scheune aus und stelle sie dem Verein zur Verfügung damit die zahlreichen Festteilnehmer untergebracht werden konnten.
1951
In diesem Jahre konnte durch die Initiative einiger Vereinsmitglieder mit dem Bau eines Sporthauses eine Umkeidemöglichkeit im "Heidestadion" geschaffen werden. Bei dieser Arbeit haben Vereinsmitglieder durch freiwillige Mithilfe das Vorhaben überhaupt erst möglich gemacht. Den damaligen Sportlern darf man noch heute anerkennend bestätigen, dass ihre Leistung mehr als Idealismus war, sie haben auch manches finanzielle Opfer gebracht.

In diesem Jahr errang die Jugendmannschaft ungeschlagen die Gruppenmeisterschaft im Lippischen Norden. Erst im Spiel um die Kreismeisterschaft mussten sie sich der besten Mannschaft des TUS Salzuflen beugen und in der Saison 1950/51 somit die erste Niederlage einstecken. Zur Meistermannschaft gehörten:
M. Haake, H. Diekmann, Grunau, W. Diekmann, E. Adrian, R. Hermeier, H. Adrian, W. Sundermann, Wüstenbecker, G. Strate, Fr. Fasse.

1954
Bild: 1954 Sporthaus Heidestadion vor dem Ausbau

Ein Anbau an das Sporthaus am Heidestadion wird in Angriff genommen. Nun gehören die alten Zeiten, in denen sich nach einem Spiel im anliegenden Bach gewaschen werden müssten, endgültig der Vergangenheit an.

1960
Konnte ein langgehegter Wunsch, die Erringung der Meisterschaft in der 2. Kreisklasse Lemgo, verwirklicht werden. Leider wurde diese Meisterschaft nicht anerkannt, da dem Tabellenzweiten nachträglich am "grünen" Tisch Punkte zugesprochen wurden und dieser in die 1. Kreisklasse aufstieg.
1961
Durch intensives Training ist der Mannschaft im Spieljahr 1960/61 der Aufstieg in die 1. Kreisklasse gelungen. Mit einem 8:0 Sieg über Jungliga des TBV Lemgo wurde die Gruppenmeisterschaft in der 2. Kreisklasse Lemgo in der folgenden Aufstellung errungen:
Will, H. Süllwold, Plöger, G. Adrian, Czycholl, R. Adrian, Wüstenbecker, Diekmann, M. Süllwold, Fasse und Sundermann

Süllwold (Zivil), H. Süllwold, G. Strate, G. Junghärtchen, P. Czycholl, W. Diekmann, H. Lampe, H. Diekmann, F. Fasse, H. Schmidt, G. Adrian, H. Haake, W. Sundermann, R. Friedrichs (Zivil)

1960 wurde auch das 40 jährige Vereinsjubiläum mit einem umfangreichen Programm (Hauptspiel: VFL Kutenhausen - VFB Herford, Boxkämpfen usw.) begangen.

1962
Leider blieb der I. Mannschaft der Abstieg in die 2. Kreisklasse nicht erspart; sie konnte sich nur 1 Jahr in der spielstarken 1. Kreisklasse halten.
Durch langjährige Witterungseinflüsse war das Spielfeld des "Heidestadions" derart in Mitleidenschaft gezogen, dass der Verein vor die Alternative gestellt wurde, eine gründliche Renovierung vorzunehmen, oder aber einen neuen Sportplatz zu bauen. Man entschied sich für die zweite Lösung, da die Gemeinde ein geeignetes Gelände in der Nähe der Schule zur Verfügung stellen konnte. Unter der tatkräftigen Förderung des Bürgermeisters Leopold Wüstenbecker und des Gemeindedirektors der damaligen Gemeinde Westorf entstand in den Jahren 1962/63 unter dem "Dirkshagen" ein neuer Sportplatz mit Sporthaus.
1963
Die Sportplatzweihe des "Waldstadions" unterhalb des Dürkshagen konnte im Beisein von Landrat Winter Pfingsten 1963 vollzogen werden. Im Hauptspiel standen sich TBV Lemgo und der SUS Lage und in einem anderen Spiel Arminia Vlotho und der SV Germania Westorf gegenüber.
1966
Im Spieljahr 1965/66 verfügte der Verein über ein gute Schülermannschaft. Die tüchtigen Jungen wurden am Schluss der Serie Meister der Gruppe Nord IV. In der Mannschaft standen:
F. Schmidt, P. Lukau, E. Wilmsmeier, G. Groll, R. Haake, H. Beutel, H. Süllwold, K. W. Ilert, W. Kinast, G. Wehrmann, und W. Schetschok.
1967
In der Serie 1966/67 musste auch die I. Mannschaft erleben, das es im Fußball Höhen und Tiefen gibt. In diesem Spieljahr ging die Mannschaft den bitteren Weg des Abstiegs in die 3. Kreisliga.
1968

Die I. Fußballmannschaft erholte sich aber schnell wieder und besann sich auf die altbewährte Kampfkraft der "Germanen", so dass nach Abschluss des Spieljahres 1967/68 der Aufstieg in die 2. Kreisklasse geschafft werden konnte.
Gründung einer Frauenabteilung unter der Leitung von Marianne Hempelmann am 15. April.
Mit Rolf Süllwold konnten die Westorfer Leichtathleten in der Jugendklasse den Kreiswaldlaufmeister stellen.

1969

Als Lohn für die zielstrebigen Bemühungen stand am Ende des Spieljahres 1958/69 der 2. Tabellenplatz für die I. Fußballmannschaft.
Bei den Jugendmehrkampfmeisterschaften errungen Westorfer Sportler 11 Mehrkampfmedalien. In den verschiedenen Altersgruppen waren dies: Siegried Müller, Carmen Schehmeier, Klaus Wilmsmeier Achim Haake, Klaus Lagemann, Jürgen Strate, Gerhard Schmidt, Ralf Hermeier, Karl Fried. Ehlebracht, Klaus D. Ulrich und Brigitte Müller.

1970
Die Mitgliederzahl des Vereins hat in den letzten Jahren einen beachtlichen Aufschwung genommen. Insbesondere ist der Mitgliederzuwachs auf die Frauenabteilung zurückzuführen, die 1967 gegründet wurde. Die Leitung dieser Abteilung liegt in den Händen von Marianne Hempelmann. Seit einiger Zeit wird unter Karl Kinast eine Turnabteilung der männlichen Jugend aufgebaut; neuerdings wird auch Tischtennis gespielt.

Feierlichkeiten zum 50 jährigem Vereinsjubiläum vom 15. Bis 21 Juni, mit einem umfangreichen Programm (Festkommers, Handballspiel Hillentrup- HSV Lemgo, Tanzabend, Hauptspiel Langenholzhausen - TBV Lemgo) begangen.
Ehrungen: 5 Mitglieder die seit Gründung des Vereins Mitglied sind:
Fritz Jasper, Heinrich Jasper sen., Fritz Süllwold, Gustav Hecker und Wilhelm Adrian sen.

1971
Ein Fußballschülermannschaft wird Gruppenmeister in Ihrer Gruppe.
1973

Aufstieg der 1. Fußballmannschaft in die 1. Kreisklasse.

Meisterfoto mit Blumenstraß auf dem Sportplatz in Kalldorf:
Obere Reihe:Betreuer Heinz Süllwold, Karl heinz Friedrichs, Willi Schetschok, Georg Groll, Klaus Teller, Manfred "Nizza" Süllwold, Vorstand: Siegfried Begemann
Mitlere Reihe:Wilfried Edler, Hermann Hecker, Werner Sundermann
Untere Reihe: Uwe Iking, Friedel Adrian, Fritz Westermann, Frank Bolton, Rudi Stock, Trainer Paul Stutzke

 

1974
Wiederabstieg der I. Fußballmannschaft aus der 1. Kreisklasse.
1976

Einrichtung einer Kinderturnabteilung.

1977

Gründung einer Tischtennisabteilung durch Karl-Heinz Meise.

1978

Der Aufstieg der 1. Tischtennisseniorenmannschaft erfolgte nach nur einjähriger Zugehörigkeit in die 1.Kreisklasse.

Trunabteilung: Monika Meise, Vorsitzender Siegfried Begemann, Helga Haake, Doris Holtkämper, Elke Hermeier, Elfriede Jürgensmeier, Erika Begemann, Heidelore Müller, Irene Berend, Anni Bünger, Karin Geißler, Hilde Herzog, Gerda Lagemann
Bild: 1978 Turnabteilung

 

1979
Durch den Wechsel von drei Stammspielern erfolgte der Abstieg der 1.Tischtennismannschaft.
Henrich Süllwold legt nach 30. jähriger Tätigkeit sein Amt als "Schatzmeister" nieder.
An dem im Rahmen des Sportfestes stattfindendem Dorfgemeinschaftsabend nehmen 800 Besucher teil.
1980
Die erste Seniorenmannschaft im Tischtennis wird Meister und steigt in die 1. Kreisklasse auf.
Die Jugendmannschaft der Tischtennisabteilung wird auf Anhieb Meister und steigt in die 1. Kreisklasse auf.
Gründung einer Korbballabteilung.
Die letzte rein Westorfer A-Jugend bestreitet ihr letztes Spiel, ab jetzt werden Jugendmannschaften aus mehreren Vereinen gebildet.
1981

Ausbesserung des Ballfangzaunes im Waldstadion.
Aufbau einer Flutlichtanlage im Waldstadion.

Bild: 1981 Sportplatz und Sporthaus Waldstadion

 

1983

Die Kinderturngruppe der Minis wird aufgelöst.
Mit 10 Mannschaften und über 60 Aktiven ist dies das Hochjahr der Tischtennisabteilung.
Es spielen: 4 Herrenmannschaften, 4 Jugendmannschaften, eine Damenmannschaft und eine Mädchenmannschaft.

Die A-Jugend der Tischtennisabteilung erringt die Lippische Meisterschaft.

1984 Die 2. Fußballmannschaft wird Kalletal-Meister.
1985 Dorfgemeinschaftsfest in Westorf, Teilnehmende Vereine: 80 Jahre Ziegler und Arbeiterverein, 65 Jahre SV Germania Westorf, 25 Jahre Gemischter Chor "Stilles Tal".
Zwei Tischtennismannschaften steige in die nächst höheren Klassen auf.
Die A und B Jugend Talle/Westorf steigen in die 1. Kreisklasse auf.
1986 Die Jugendmannschaft der TT-Abteilung wird auf Antrag in die Bezirksklasse übernommen und spielt dort sieben Jahre.
Die Korbballjugend steig in die Verbandliga auf.

Obere Reihe: Trainerin Marie-Luise Stateczny, Ute Ellermeier, Daniela Wutzke, Manuela Voges, Kathi Otto, Christine Sundermann
Untere Reihe: Birgit Lüking, Patrizia Spano, Kirsten Geißler, Ilka Brinkmann, Petra Reckefuß
Es fehlen: Sabine Adam, Vera Meuler

1988 20. jähriges bestehen der Frauen Gymnastikabteilung.
Die erste Tischtennismannschaft steigt, aufgrund des Verlustes von mehreren Spietzenspielern, in die 3. Kreisklasse ab.
Meldung einer Damenkorbballmannschaft zum Spielbetrieb, die jedoch nach einigen Jahren wieder abgemeldet werden muß.
1990 Nach den Jahren ist das alte Sporthaus am Waldstadion so sanierungsbedürftig, dass man die Entscheidung fällt das Sporthaus abzureißen und ein neues Sporthaus zu bauen. Der Verein und seine Mitglieder tragen dabei soviele Eigenleistungen zum Bau bei, das wir der Sportförderpreis des Landes NRW verliehen bekommen. So mancher kann sich noch an die Arbeutseinsätze während der Bauzeit erinnern, als bis zu 40 Helfer auf einmal zur Stelle waren und fleißig mit anpackten. Besonder erwähnt werden soll hier noch Friedel Rolf, der als Geschäftsführer und Bauleiter viel Zeit und Mühe investierte.
1991 Einweihung des neuen Sporthauses am Waldstadion.
Abstieg der 1. Fußballmannschaft in die Kreisklasse C.
1992 Souveräner Aufstieg der I. Mannschaft in die B-Klasse.
Die Altliga wird überraschend Kalletaler-Hallenmeister.
Daniela Stock gründet eine Kindertanzgruppe, die sich aber alsbald wieder auflöst.
1993 Die 1. Fußballmannschaft steigt wieder ab.
1994

Gründung einer Wandergruppe mit Wanderwartin Elke Hermeier.
Aufstieg der 1. Tischtennismannschaft in die Kreisklasse.
Aufstieg der 2. Tischtennismannschaft in die 2. Kreisklasse.
Die Tischtennisabteilung meldet 3 Herrenmannschaften und eine Jugendmannschaft zum Spielbetrieb an.

Aufstieg in die Kreisliga: Stefan Osterhage, Markus Krüger, Peter Henkel, Michael Meiertöns, Gerhard Dietrich, Michael Wind

1995 Zwei Tischtennismannschaften werden wegen zahlreicher Spielerwechsel zurückgezogen, es spielt nur noch eine Mannschaft in der 3.Kreisklasse.
Aufstieg der 1. Fußballmannschaft in die Kreisliga B.
1996 Einweihung der neuen Spielfläche des Waldstadions, mit intergriertem Wasserauffangbecken.
Ehrung langverdienter Mitglieder: Fritz Süllwold wird für 75 Jähriger Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet.
Abstieg der 1. Fußballmannschaft in die Kreisklasse C.
Gründung einer Walking Gruppe.
1997 Die 1. Fußballmannschaft wird Vizemeister in die Kreisklasse C.
Die italienische Betriebsmannschaft Meccanotecnica Bergamo besucht das Sportfest. Das Freundschaftsspiel beider Mannschaften, vor dem die Nationalhymnen gespielt wurden, gewinnen die Germanen mit 5:4.
1998 Aufstieg der 1. Fußballmannschaft in die B-Klasse.
1999 Ein verlängertes Wochenende dauert der Besuch bei der italienische Betriebsmannschaft Meccanotecnica in Bergamo. Das Freundschaftsspiel unter heißer Italienischer Sonne geht mit 5:2 verloren.
2000 Feierlichkeiten zum 80 jährigem Jubiläum in einem Festzelt auf dem Parkplatz vor der Gaststätte Hermeier. Die "Germanen" feiern mit den anderen Westorfer Vereinen (Zieglerverein, Sängerverein und dem Kulturverein) zusammen, insgesamt 247 Jahre Vereinsleben in Westorf. Freitags findet ein großer Festkommers im Zelt statt, mit anschließender Disco. Am Samstag findet ein Tanzabend statt.
Sternwanderung der Kalletaler Wandergruppen nach Westorf zum Kalletaler Wandertag.
2001 Die Endrunde des Kalletalsportfestes wird von den "Germanen" ausgerichtet. Das Schlagerspiel A.H. Kalletalauswahl - Traditionsmannschaft Borussia Dortmund 5:1 besuchen 650 Zuschauer. Das Sportfest und das Arrangement des Vorstandes und der vielen Helfer wird in der Pressen sehr gelobt.
Abstieg der 1. Fußballmannschaft in die 3. Kreisklasse.
2002 Die Tischtennisabteilung wird geschlossen. Nach langen Jahren und großen Erflogen dieser Abteilung verfügt die letzte Mannschaft nicht mehr über genügend Spieler.
2003 Anbau einer Überdachung über den Festplatz des Sporthauses. Nun können im "Waldstadion" Feste in trocknen gefeiert und die Spiel von einem geschützten Unterstand beobachtet werden.
2004 Der SV Germania Westorf hat wieder eine Kinderturnabteilung. Unter der Leitung von Albert Wagner findet an jedem Samstag eine Spiel- und Spaßgruppe für Kinder in der Alten Schule in Westorf statt.
Die 1.Fußballmannschaft kehrt in die Kreisliga B zurück.
2005 Eine Jugendkorbballjugendmannschaft des SV Germania Westorf steigt in die Gauliga auf.
Außerdem belegt die 1. Fußballmannschaft bei den Kalletalmeisterschaften den 2. Platz.
Gründung einer Nordic Walking Gruppe.
2006

Monika Meise wird mit dem Wolfgang Hömerpokal geehrt.
Der "Germanenkurier" erscheint zum ersten Mal.
Der SVW richtet das Kalletalerhallensportfest aus, auf dem die I. Mannschaft den zweiten Platz belegt.
Unter dem neuen überdachten Festplatz wird zum ersten Mal ein Oktoberfest gefeiert.

Bild: 2007 Sportplatz und Sporthaus Waldstadion mit überdachtem Festplatz

2007 Die I. Fußballmannschaft erreicht das Finale der Kalletalmeisterschaften und wird im Spiel gegen TSG Hohenhausen I Vizemeister.
2008 Die I. und II.Fußballmannschaft erreicht das Finale der Hallenkalletalmeisterschaften und beide Mannschaften werden Kalletalmeister ihrer Klassen.
Jahreshauptversammlungen werden seit diesem Jahr im Sommer abgehalten. Der überdachte Anbau im Waldstadion bietet nun den entsrechenden Rahmen. In den vergagenen Jahrzenten wurde die Jahrehauptversammlung jeweils im Januar in der Vereinsgaststätte abgehalten.
2009 Die II.Fußballmannschaft erreicht das Finale der Hallenkalletalmeisterschaft und wird Kalletalmeister ihrer Klassen.
Die zweite Fußballmannschaft wird kurz vor Saisonende aus personellen Gründen vom Spielbetrieb zurückgezogen.
Fußball: Nach 1946 bilden Talle und Westorf wieder eine Spielgemeinschaft.
2010

Der 90 igste wurde in einem Festelt neben dem Waldstadion ümpftih gefeiert.

Der Buchbindercup 2010 wurde wieder im Waldstadion ausgetragen:

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